| Planungswettbewerb Obach - Mutten - Ober- und Unterhof | 06.11.2007 |
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Ziel dieses Wettbewerbsverfahrens ist es, für das Planungsgebiet eine hochwertige Planungsidee für die langfristige Entwicklung des Gebiets Obach - Mutten - Ober- und Unterhof zu entwickeln. |
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Angestrebt wird ein Quartier mit hoher Wohn- und Siedlungsqualität und guter Anbindung an die umliegenden Quartiere und die Basiserschliessung West. Erwartet wird ein System von Freiräumen, das die ökologischen und landschaftlichen Ausgleichsflächen, die intensiv genutzten Freiräume (wie Gärten, Spiel- und Sportflächen) sowie die Wege und Plätze umfasst und den künftigen Siedlungsraum strukturiert. Bezüglich der schlechten Sickerfähigkeit und der durch die künftige Bebauung erfolgenden Versiegelung sowie des Umgangs mit den vorhandenen Altlasten werden innovative Vorschläge erwartet.
Bei der späteren Überbauung soll ausreichend Spielraum für die Anpassung an die Marktbedürfnisse und die individuelle Gestaltung bestehen. Die jeweiligen Ausbauetappen müssen langfristig auch ohne weitere Entwicklung eine hohe städtebauliche Qualität haben. 12 Planungskonzepte wurden wurden als Wettbewerbsbeiträge eingereicht, nach sorfältiger Analyse beschloss die Jury, 4 Konzepte weiter zu verfolgen. Die Jury gab den 4 Gewinnern Empfehlungen ab, welche Aspekte weiter zu verfolgen und zu vertiefen sind. Im Mai 2007 ging der Wettbewerb in die nächste Runde, aus den 4 inzwischen weiter bearbeiteten Konzepten wurde ein Siegerprojekt erkoren. Gewonnen hat das Konzept "WEITBLICK", welches nun den anschliessenden Studienauftrag erhielt.
Das Konzept "WEITLICK": Das Projekt basiert auf einem klaren Ordnungssystem: Dem zentralen Ost-West verlaufenden Segetzhain südlich der Segetzstrasse, den senkrecht dazu verlaufenden Strassen- und Wege begleitenden Auenalleen und den in Solothurn traditionellen Blickräumen zu überragenden Bauten in der Solothurner Kernstadt. Dadurch entsteht ein schachbrettartiges, aber trotzdem lebendiges Muster von Baufeldern unterschiedlicher Form und Grösse. Das Konzept schöpft seine Kraft weitgehend aus dem öffentlichen Raum und seiner Begrünung, ist also nur wenig abhängig von der Kooperationsbereitschaft privater Investoren. Der Segetzhain ist gleichzeitig ein reizvoller zentraler öffentlicher Park im Quartier wie auch eine attraktive Verbindungsachse zwischen Weststadt und Stadtzentrum.
Nutzungsmässig und in Bezug auf die Gestaltung gewährt das Projekt grosse, teilweise zu grosse, Freiheiten. Es ist auf eine erwartete langsame Entwicklung Solothurns und des neuen Stadtquartiers ausgerichtet und rechnet auch mit wesentlichen Veränderungen der Nachfrage. Die Aufteilung der Nutzungszonen in ein Wohngebiet nördlich des Segetzhains und in eine "Arbeitszone" beidseits der offen geführten Westtangente ist plausibel, ebenso die vorgeschlagene Mischzone im Bereich der geplanten Fabrikverlegung. Als problematisch wird indes eine Mischnutzung längs des Brühlgrabens erachtet. Hier wäre wohl eher eine Reservezone angezeigt. Die verlangte Fläche für öffentliche Nutzungen ist zonenmässig nicht definiert. Wenn die Fabrikverlegung Tatsache wird, sind die dafür nötigen Flächen wegen der Breite des Segetzhains zu knapp. Der Vorschlag, den Villenpark für das neue Werk zu verwenden, ist nicht realistisch. Im Verkehrskonzept fällt die strikte Trennung von motorisiertem und nicht motorisiertem Verkehr negativ auf. Die vorgeschlagene Erschliessung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist für die vorgesehene Nutzungsdichte zumindest teilweise ungenügend. Die Annahmen zur Verkehrserzeugung im motorisierten Verkehr stehen im Widerspruch zu den Planungsabsichten.
Die schrittweise Entwicklungs- und Umsetzungsstrategie betrifft vor allem die öffentliche Hand und ist deshalb gut beeinflussbar. Teilweise werden zur Sicherung der Qualität in gestalterischer und erschliessungstechnischer Hinsicht Vorinvestitionen nötig, die aber als tragbar betrachtet werden. Wegen der sehr grossen Variabilität in der Nutzung und Gestaltung ist eine gute Anpassung an die Marktbedürfnisse bei diesem Projekt möglich, was der Wirtschaftlichkeit und der Nachhaltigkeit zu gute kommt. Zur Sanierung der Altlast fehlen verbindliche Vorschläge. Die im Entwicklungsszenario A (mit Firmenverlegung Glutz AG) aufgezeigte Vollsanierung mit anschliessender Überbauung ist vermutlich am ehesten machbar. Überzeugend für den Umgang mit dem schwierigen Baugrund ist der Vorschlag einer Terrainanhebung der Strassen und Wege und der privaten Baufelder, so dass Leitungen und Untergeschosse nicht im Grundwasser liegen.
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Quelle: Stadt Solothurn, bez. Stadtbauamt
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