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Beschwerden an Regierungsrat

Kofmehl-Areal: Einsprecher zu Coop-Center ziehen weiter

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Solothurner Zeitung, 12. Juli 2008, Wolfgang Wagmann

Kofmehl-Areal: Einsprecher zu Coop-Center ziehen weiter

Keineswegs klein beigeben wollen die Anwohner des Kofmehl-Areals, obwohl der Solothurner Gemeinderat ihre Einsprachen zum Gestaltungsplan des geplanten Coop-Centers bis auf kleinere Zugeständnisse abgewiesen hat. «Von den acht Einspracheparteien habe ich von vier die Kenntnis, dass sie Beschwerde beim Regierungsrat einreichen werden», erklärt dazu Andreas Ehrsam, der als Mediensprecher eines Teils der Anwohnerschaft auftritt. Man sei zu den Beschwerden von vielen Anwohnern ausdrücklich aufgefordert worden, «auch Geldspenden wurden in Aussicht gestellt.» Man habe durchaus Gesprächsbereitschaft signalisiert und sei auch bereit, Konzessionen zu machen, meinte Ehrsam gestern auf Anfrage. Doch sei die Behandlung der Einsprachen im Gemeinderat (vgl. Ausgabe vom 2. Juli) vor allem bei älteren Anwohnern «auf Empörung» gestossen. «Es fand gar keine Diskussion zu unseren Problemen statt, und niemand von uns durfte sich dazu im Ratssaal äussern», so Ehrsam. Der auch monierte, dass im Gegensatz zu den Anwohnern ein Sprecher der Alternativen Bewegung Solothurn ABS, die unangemeldet aufgetaucht war, sehr wohl das Anliegen seiner Bewegung hatte vertreten dürfen.

Am Gestaltungsplan hatten die Anwohner vor allem den Mehrverkehr, die Lärmimmissionen, die Gebäudehöhe und auch die nicht geplante Entsorgung des belasteten Untergrundes kritisiert. Man werde sich auf einzelne relevante Punkte konzentrieren und dafür vielleicht einige andere fallen lassen, meinte Andreas Ehrsam weiter. Sollten die Beschwerden ebenfalls abgewiesen werden, steht noch der Gang vors Verwaltungs- und Bundesgericht offen. (WW)

 

Solothurner Tagblatt, 12. Juli 2008, Fabian Gressly

Kurz vor Ablauf der Beschwerdefrist wehren sichEinsprecher gegen den Entscheid des Gemeinderats für das «Coop».

Nach dem Entscheid des Solothurner Gemeinderats, die Einsprachen gegen das geplante «Coop» an der Gibelinstrasse grösstenteils abzuweisen (Tagblatt vom 2.Juli), haben sich einige der 150 Einsprecher entschieden, das Verfahren weiter zu ziehen. Sie werden beim Regierungsrat Beschwerde gegen den Gemeinderatsentscheid einreichen. Das haben die Einsprecher unter anderem an einer Sitzung von Donnerstagabend so beschlossen.

Abgesehen von der Beurteilung der Einsprachepunkte wollen viele der Einsprecher den Weg weiter gehen. «150 Personen warten darauf, 40 von ihnen verliessen vor einer Woche enttäuscht den Gemeinderatssaal», sagt dazu Andreas Ehrsam, einer der Einsprecher und Sprecher der «Coop»-Gegner.

Ausserdem hätten sich inzwischen viele weitere Anwohner gemeldet, die gegen das Projekt seien, äussert sich Ehrsam weiter. Diese können zwar nicht mehr auf dem Rechtsweg mitwirken, weil sie nicht in erster Instanz Einsprache machten. Aber abgesehen davon, dass dies die Breite der Gegnerschaft dokumentiere, seien diese teils gewillt, aus der Beschwerde erwachsende Kosten mitzutragen.

Die «Coop» möchte bis 2010 auf dem Areal der ehemaligen Kofmehl-Fabrik ein Einkaufszentrum mit insgesamt 23500 Quadratmetern realisieren.

 

Radio 32, 12. Juli 2008   im Info32 Magazin

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