SolothurnWest


Einkaufszentrum Coop Kofmehlareal


Bauherrschaft zeigt sich unbeeindruckt vom Bundesgerichtsentscheid

Das Kofmehlareal soll in den Richtplan aufgenommen werden, danach will Coop die alten, von den Anwohnern heftig kritisierten Pläne einfach nochmals auflegen und genehmigen lassen. (Solothurner Zeitung 11. Feb.) Ob das klappen wird?

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Weiter konnte man der Presse entnehmen, dass man offenbar rein formal den Richtplan anpassen will. Dies würde allerdings dem Bundesgerichtsentscheid widersprechen, denn das Gericht äussert Zweifel an der bisherigen Beurteilung des Verkehrsaufkommens und der Erschliessung mit öffentlichem Verkehr. Also müsste ein neues, unabhängiges Verkehrsgutachten mit den aktuellen Zahlen nach Eröffnung der Westumfahrung erstellt werden, ausserdem müsste auch die Situation bezüglich öffentlichem Verkehr neu und strenger beurteilt werden. Die Erschliessung für den Langsamverkehr lässt bekanntlich ebenfalls zu wünschen übrig und müsste verbessert werden. Und all dies müsste seinen Niederschlag im Richtplan haben, und dass kann nur bedeuten, dass die Verkaufsfläche reduziert werden müsste. Insofern gibt es doch einige dicke Fragezeichen, ob diese Richtplananpassung eine rein "formale" Angelegenheit sein wird. Eineinhalb Jahre für das ganze Verfahren ist eine sehr optimistische Annahme und dürfte auch davon abhängen, wie sich die Bauherrschaft gegenüber der Quartierbevölkerung zukünftig verhalten wird.

Aus der täglichen Erfahrung wissen wir alle, dass die Westumfahrung ihre Kapazitätsgrenze bereits erreicht hat. Ausgerechnet am neuralgischen Punkt dieser Analge ein Einkaufszentrum dieser Grösse zu errichten würde wohl zeitweilig den Verkehrskollaps auf der Westumfahrung bedeuten. Uns Anwohnern sind verkehrsberuhigte Quartierstrassen ein Anliegen, eine "verkehrsberuhigte" Westumfahrung muss nicht sein.

Den Presseberichten der letzten Tage zufolge scheint man nach wie vor nicht bereit zu sein, auf die Anliegen der Nachbarschaft einzugehen, obschon die Begehren  allesamt massvoll, vernünftig und gut umsetzbar sind.

Die Anwohnerschaft Kofmehlareal befürwortet nach wie vor ein den lokalen Gegebenheiten angepasstes Coop-Center, das der Quartierversorgung dient und sich in die gewachsene Struktur des Quartiers einfügt. In diesem Sinne waren und sind wir immer bereit, konstruktiv an einer gemeinsamen Lösung mitzuwirken.

Herzliche Grüsse, für die Anwohner

Andreas Ehrsam

Leserbrief zum gleichen Thema

Uebersicht

Kommentare

Hallo Coop! von Unbekannt 15.02.2010
Wir sind eine Familie aus dem Quartier. Früher haben wir fast alles im Coop eingekauft, wegen den Bioprodukten. Jetzt kaufen wir anderswo ein. Auch wenn es nicht bio ist.

PS: Herr Bühlmann, wir danken Ihnen ganz herzlich für den grossarten Einsatz zum Wohl von dem ganzen Quartier.

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